Angst vor einem Shitstorm? So machen Sie Ihn sich zu Nutze!

Viele Unternehmer auf Facebook haben Angst vor einem sogenannten Shitstorm. Das geht den großen Konzernen nicht anders. Da sitzen also tagelang zig Mitarbeiter und bereiten jeden Beitrag auf die kleinen Eventualitäten vor. Und dann hoffen sie, dass bloß kein dummer Kommentar kommt, gefolgt von einem noch böseren und dem anschließendem unaufhaltsamen Shitstorm.

Soweit der Albtraum oder besser die graue Theorie. In der Praxis sieht das alles ein bisschen anders aus. Wirkliche Stürme gibt es eigentlich kaum, wenn überhaupt sind das alles kleine Winde.

Meistens werden diese dazu noch selber vom Seitenbetreiber mangels Wissen um das richtige Verhalten ausgelöst.

Wenn nämlich der erste „Nörgler“ gerade in die Tasten gehauen hat, fühlen sich viele Seitenbetreiber sehr schnell angegriffen und versuchen sich zu wehren. Sie greifen also fast immer schon in den nächsten Minuten zur Tastatur und versuchen den Kommentierenden eines Besseren zu belehren. Oftmals haben sie ja auch Recht. Doch davon will der- oder diejenige am anderen Ende der DSL-Leitung sowieso nichts hören. Und genau deshalb geht so etwas meistens schief.

Denn jemand der gerade so richtig Lust hat über ihr Unternehmen den Dreckbeutel auszuschütten und dies auch noch im schönen anonymen Internet, der wartet doch davor. Er wartet genau darauf, dass Sie reagieren. Dann kann er nämlich schon den nächsten meist unqualifizierten Senf von sich geben. Sie antworten wieder, dann er wieder. Inzwischen sind ein paar Freunde von ihm aufmerksam geworden. Nun wird es größer, denn diese unterstützen natürlich den Freund und nicht Sie. Da ist völlig egal, ob der „Nörgler“ im Recht ist oder nicht. Im schlimmsten Fall haben seine Freunde auch gerade Lust ein bisschen Dampf abzulassen. Die Spirale beginnt.

Wenn Sie jetzt auch noch den Fehler machen, einen Beitrag zu löschen, was ganz normal ist, wenn man sich dieser Situation hilflos ausgeliefert sieht, dann kommt richtig Bewegung in die Sache. Denn dann wurden die Schützer der Freiheit im Internet auf den Plan gerufen, welche unbelehrbar der Meinung sind, niemand dürfte im Netz etwas löschen, auch nicht auf seiner eigenen Seite. Dann kommt das Totschlag-Argument der Meinungsfreiheit usw.

Sie haben keine Chance! Und genau davor haben viele Angst.

Doch ist diese Angst berechtigt? Nein, denn erstens müssen Sie es doch gar nicht soweit kommen lassen, denn warten Sie doch einfach ab und lassen Sie den bösen Kommentar eine Weile stehen, bis derjenige keine Lust mehr hat und längst woanders stänkert. Erst dann verbergen Sie den Kommentar.

Dazu gehen Sie mit der Maus rechts neben den Kommentar. Es taucht das Feld „Verbergen“ auf. Ein Klick und schon kann nur noch der Kommentierende und seine Freunde diesen bösen Kommentar sehen. Er bekommt also bestenfalls gar nicht mit, dass Sie reagiert haben. Im nächsten Schritt können Sie den Kommentar auch löschen und/oder denjenigen für immer kalt stellen, indem Sie ihn auf ihrer Seite sperren. Er kann dann unter diesem Facebook-Profil nicht mehr bei ihnen kommentieren. Doch soweit würde ich es gar nicht kommen lassen. Verbergen des Beitrages reicht oft vollkommen aus.

Meist ist mit dieser Herangehensweise der Spuḱ schnell vorbei.

Es geht aber auch ganz anders. Fangen Sie doch den Shitstorm genau durch dieses Verhalten an. Sie werden eine unglaubliche Reichweite Ihres Beitrages bekommen. Solange Sie die Souveränität besitzen, sich nicht persönlich angegriffen zu fühlen, kann Ihnen fast gar nichts Besseres passieren. Sie müssen dann aber in der Lage sein, auf noch so blöde Anschuldigungen immer und immer wieder die richtigen sachlichen Argumente zu finden. Manchmal hilft auch eine Portion Ironie und Sarkasmus. Sollte Ihr Gegenüber im Recht sein, zeigen Sie Größe, räumen Sie den Fehler ein und entschuldigen Sie sich. Auch dann ist schnell Ruhe.

Das ist alles nicht einfach, doch am Ende gehen Sie als Sieger aus diesem Sturm, der wahrscheinlich auch nur ein Stürmchen sein wird, aber Ihnen enorme kostenlose Reichweite verschafft. Ihrem Gegenüber werden ohnehin bald die Argumente ausgehen und dann wird es ganz einfach ihn als wahrscheinlich notorischen Nörgler zu enttarnen.

Aber negativ wollten Sie gar keine Schlagzeilen machen? Tun Sie ja auch nicht, solange es ihnen gelingt überlegen zu antworten. Und selbst wenn nicht. Das Internet ist so schnelllebig, da wissen die meisten User doch abends nicht mal mehr davon. Nur Sie beschäftigen sich länger damit, weil es ihre Fanseite ist und Sie sich angegriffen fühlen. Diejenigen, welche den Stunk verursacht haben, sind längst mit ihren Gedanken woanders. Für Sie bleibt auch dann noch die hohe Reichweite, welche Facebook ja mitbekommt und diese wird sich in den nächsten Beiträgen positiv auswirken.

Im besten Falle ist Ihr Bekanntheitsgrad enorm gestiegen und wie schon gesagt. In einem halben Jahr weiß keiner mehr, wieso er Sie kennt, er kennt Sie einfach.

Also keine Angst vor den „Shit“-Stürmen, die sind eigentlich ganz nützlich. Nur Mut!

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